Der Wettbewerb

Wussten ihr, dass die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu den Grundsätzen des antarktischen Vertrages gehört, der alle Aktivitäten auf dem südlichsten Kontinent regelt und seinen Schutz garantiert?

Die Antarktis bietet viele Möglichkeiten für Wissenschaftler, allerdings müssen sich diese auch den besonderen Herausforderungen dieser einzigartigen Umgebung stellen.

Erinnere dich an dein Ziel: Entwerfe ein Experiment, das in deiner Heimatstadt funktioniert, aber das ein anderes Ergebnis liefert, wenn es am Südpol wiederholt wird.

Überlegen euch, was am Südpol anders ist: niedrige Temperaturen, Höhenlage, Isolation und eine geschützte Umgebung.

Siehe unten für die Zeitleiste und Regeln des South Pole Experiment Contest. Fragen zur Bewerbungsfrist und den Wettbewerbsregeln bitte an spexperiment@icecube.wisc.edu schicken.

Der zeitliche Verlauf des Wettbewerbs:

  • Die Bewerbungsfrist ist der 10. November
  • Die Jury wählt bis zum 24. November ein Experiment pro teilnehmendem Land aus.
  • Die erfolgreichen Experimente werden im Rahmen der 2017-2018 Südpolsaison ( November 2017 – Februar 2018) von IceCube Wissenschaflern und der PolarTREC Lehrerin Lesley Anderson am geographischen Südpol durchgeführt. Der Verlauf kann auf bei Facebook, auf Twitter, und auf Lesley’s PolarTREC Blog  verfolgt werden.
  • Die Resultate des „South Pole Experiment Contest“ werden im Rahmen einer virtuellen Videokonferenz im April 2018 präsentiert.

Die Regeln des Wettbewerbs

 

Bitte aufmerksam lesen!

Die folgenden Regeln sollen die Sicherheit aller beteiligter Schüler und IceCube Angestellten gewährleisten. Zudem sollen Sie die Bedeutung ethischen Arbeitens in der Wissenschaft aufzeigen.  Nichtbefolgung der Regeln kann zum Ausschluss vom Wettbewerb führen. Unter unvorhergesehen Umständen behalten wir uns das Recht vor ein Experiment im Zweifelsfall nicht am Südpol durchzuführen.

Förderfähigkeit:

  1. Schülergruppen aus Belgien, Deutschland und den USA sind zur Teilnahme am Wettbewerb berechtigt.
  2. Das Team kann aus einer gesamten Schulklasse oder einer kleineren Gruppe bestehen. Mindestens müssen jedoch vier Schüler pro Team teilnehmen.
  3. Alle teilnehmenden Schüler müssten zwischen 2002 und 2008 geboren sein.
  4. Jeder Schüler kann nur in einem Team Mitglied sein und jedes Team darf nur ein Experiment einreichen.
  5. Die Gruppen müssen das Registrierungsformular, inklusive der Projektzusammenfassung und dem Laborbericht, bis zur angegeben Frist ausfüllen und einreichen.
  6. Alle Materialien müssen entweder in einer Landessprache des Teilnehmers
    oder Englisch eingereicht werden.

Das Experiment:

  1. Das Experiment muss sowohl in der Heimatstadt der Teilnehmer, so wie auch am Südpol durchführbar sein, wobei zu erwarten sein sollte, dass dabei unterschiedliche Resultate auftreten.
  2. Das Experiment muss eine wissenschaftliche Fragestellung beantworten oder zumindest der wissenschaftlichen Methodik folgen.
  3. Das Experiment darf kein Sicherheits- /Gesundheitsrisiko darstellen.
  4. Projekte an lebenden oder toten Tieren und Pflanzenteilen sind verboten. Dies betrifft auch Mikroorganismen, Insekten und Keime.
  5. Die Ausführung des Experiments am Südpol darf nicht länger als drei Stunden dauern. Diese können jedoch auf mehrere Tage aufgeteilt werden.
  6. Die Nutzung von Druckgasen oder Sprühdosen ist verboten.
  7. Offene Flamen (inklusive Kerzen und Bunsenbrennern) sind verboten. Andere Wärmequellen (z.B. Heizplatten) bedürfen einer rechtzeitigen Absprache.
  8. Die folgenden Gruppen von Chemikalien sind verboten:
    1. Karzinogene, mutagene oder teratogene Stoffe, wie z.B.  Benzol und seine Derivate, PCBs, Dioxine oder Stoffe mit hoher Giftigkeit (Arsen und seine Derivate, Zyanid oder Quecksilber (selbst in Thermometern)).
    2. Explosive Stoffe oder Chemikalien welche spontan exotherm oder unter der Freisetzung von Gasen reagieren.
    3. Leicht entflammbare Chemikalien (z.B. flüchtige Lösungsmittel, Aceton, Methanol, Ethanol, Ester oder reaktionsfähige Metalle (z.B. Natrium, Magnesium) und entflammbare Gase (z.B. Propen) oder korrosive und hochreaktive Elemente (Chlor, Wasserstoff).
    4. Stark riechende Stoffe (z.B. Schwefel, Thiole)
    5. Illegale Substanzen (z.B. Amphetamine, Barbiturate, Kokain, Morphin)
    6. Radioaktive Substanzen und Radioisotope
  9. Obwohl auf der Südpolstation eine erstaunliche Vielfalt an Ausrüstung und Verbrauchsmaterialien zur Verfügung steht, sollte die Verfügbarkeit der benötigten Materialien im Zweifelsfall abgeklärt werden. Beispiele für problemlos verfügbare Materialien sind:
    1. Laborausrüstung:  Multimeter, Becherglas
    2. Sportgeräte: Golfbälle, Skier.
    3. Küchenutensilien: Besteck, Teller
    4. Baumaterial und Werkzeug: Schaufel, Hammer, Holz

Geistiges Eigentum:

  1. Plagiate jeglicher Art (d.h. Übernahme von Material Dritter ohne Angabe der Quelle) werden disqualifiziert.
  2. Die Teilnehmer bevollmächtigen die Organisatoren zur Benutzung des Projektnamens, der Namen der Teammitglieder und dem Namen der Schule, sowie jeglicher Materialien (Text, Bilder, Videos), welche durch die Autoren zur Verfügung gestellt werden.
    Diese Bevollmächtigung trifft auch auf etwaige Medienberichte zu.
  3. Das Projekt bleibt geistiges Eigentum der Autoren. Jegliche Inhalte und Materialien welche mit IceCube geteilt werden, werden jedoch öffentlich verfügbar gemacht. Dadurch können etwaige Patentansprüche erlöschen.

Jury:

Eine Jury pro Land wird die eingereichten Projekte in einer einzigen Evaluationsphase bewerten. Die nationale Jury wird aus mindestens einem Lehrer, einem langjährigen IceCube-Wissenschafler und einem IceCube-Nachwuchswissenschaftler bestehen. Dieser sollte bereits Südpolerfahrung haben oder in der bevorstehenden Saison zum Südpol reisen. Die Jury kann zudem Freiwillige mit Fachwissen über wissenschaftliche Kommunikation und andere relevante Themen enthalten.

Die Jury wird jedes eingereichte Projekt nach den folgenden Kriterien bewerten:

• wissenschaftliche Motivation des Projekts

• Originalität

• Machbarkeit und Erfüllung der Wettbewerbsregeln

• Qualität des Laborberichts